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Johann Wilhelm Wilms (1772-1847)
   
"Musik ist der lebendige Ausdruck innerer Empfindung, der, wie eine Universalsprache, auf der ganzen Welt verstanden wird."
"Musik ist der Zauberspiegel, in den das Auge des Liebhabers so gern zu schauen wünscht, wobei die Phantasie eines jeden Menschen etwas Eigenes in ihm ersieht.“

 

Wer war Johann Wilhelm Wilms?

Johann Wilhelm Wilms – deutsch-niederländischer Komponist und Zeitgenosse von Ludwig van Beethoven – ist sowohl für viele interessierte Musikhörer als auch für etliche ausübende Musiker und Musikwissenschaftler ein weißer Fleck auf der Landkarte. Sein umfangreiches Schaffen, das neben zahlreichen kammermusikalischen Kompositionen und Solokonzerten auch sieben Sinfonien enthält, hat in der musikwissenschaftlichen Literatur und im Konzertrepertoire bisher nur wenig Beachtung gefunden.

Die Internationale Johann Wilhelm Wilms Gesellschaft e.V., die im Jahr 2002 gegründet wurde, versucht, den Komponisten von seiner undankbaren Rolle des „unbekannten Meisters“ zu befreien und seine Kompositionen aus der Vergessenheit hervorzuholen. In den vergangenen Jahren haben zu diesem Zwecke jährlich Konzerte stattgefunden, die in Witzhelden, dem Geburtsort von Wilms, zur Aufführung kamen. Die Programme der Konzerte, die häufig namhafte Interpreten wie Oliver Drechsel, Thomas Palm, Hans-Peter und Volker Stenzl, das Minguet Quartett oder das Duo Brillaner gestalteten, brachten Wilms nicht nur mit berühmten Komponisten seiner Zeit bzw. jenen angrenzender Epochen in Verbindung. Seine Kompositionen wurden auch mit Werken völlig anderer Klangsprachen kombiniert, die teilweise erst im späten 20. Jahrhundert komponiert wurden. (Komponisten, die in diesem Zusammenhang zur Aufführung kamen, waren u.a. George Crumb, Mauricio Kagel, Herbert Callhoff und Jörg Widmann). Auf diese Weise prallten oft vertraute und fremd klingende musikalische Welten aufeinander, was den Zuhörern die Möglichkeit gab, nicht nur neue (alte) Werke kennenzulernen, sondern ihre eigenen Hörgewohnheiten neu auszuloten.

Neben der Verbreitung von Wilms' kompositorischem Werk konnte im November 2015 erstmalig eine Tagung an der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf stattfinden, die das Werk des Komponisten von der wissenschaftlichen Seite beleuchtete und ihn in den historisch-gesellschaftlichen Kontext der Jahrhundertwende vom 18. zum 19. Jahrhundert stellte. Die Vorträge dieser Tagung, die den Titel „Grenzgänge(r) um 1800“ trägt, sind in der musikwissenschaftlichen Fachzeitschrift „DIE TONKUNST“ (Juli 2016) veröffentlicht worden.

 

AKTUELLES!!!

In Anbetracht der durch die Corona Pandemie verursachten Schließungen und Einschränkungen musste nun leider auch der erste Johann Wilhelm Wilms Klavierwettbewerb, der im Herbst 2020 stattfinden sollte, endgültig abgesagt werden. 
Die Internationale Johann Wilhelm Wilms Gesellschaft e.V. bedauert dies natürlich sehr, hofft aber, dass dieser Wettbewerb zu einem späteren Zeitpunkt vielleicht neu initiiert werden kann.

Weitere Konzerttermine mit Werken von Johann Wilhelm Wilms finden Sie unter diesem >>Link.